Posts in Category: Lichtverschmutzung

Deutschland fördert Deine Erblindung! - LED Angriff auf Dein Augenlicht

Den bislang deftigsten Angriff auf die LED - und überhaupt ein Leuchtmittel - fand ich, als ich nach einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks suchte, in dem hauptsächlich Prof. Plischke zu Wort kommt. Den gibt es bei Youtube und trägt den Titel wie dieser Beitrag, nur mit umgekehrter Reihenfolge der Halbsätze. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich den Link herstelle, denn die Kommentare dazu sind noch deftiger. Vielleicht mache ich es doch, weil der Beitrag viele seriöse Quellen zitiert und - schweizerisch sachlich - kommentiert. Aber den Beitrag vom BR muss sich der Leser auch angucken.

Ich fand den Angriff heftig, weil ein Leuchtmittel das Augenlicht angreifen soll. Das ist schlimmer als frühere Behauptungen zur Krebsförderung. Die gab es bereits in den 1950ern, und die Lichttechnische Gesellschaft hat medizinische Gutachter bemüht, die diese zu widerlegen versuchten (Literatur in Lichtergo1, Autoren Schober, Hartmann und Müller-Limmroth). Dummerweise kann man zwar eine Wirkung ermitteln, so sie da ist. Keine Wirkung zu ermitteln ist hingegen nicht möglich, zumal diese - theoretisch - entstehen kann, wenn das Wirkende, das Licht, nicht vorhanden ist. Die Situation ist tragisch - ganz i.S. der griechischen Tragödie: Tut man dies, ist falsch, tut man das Gegenteil, ist es ebenso falsch. Doch tragisch reicht nicht. Denn, wenn man unterlässt, irgend etwas zu tun, ist es auch falsch.

Die nachfolgend eingehängten Beiträge stellen nur eine Auswahl dar. Wenn jemand sie ergänzen will, ergänze ich gerne. Geschimpfe kann jedoch nicht zitiert werden.

 

LED-Angriff auf Dein Augenlicht

LED-Lampen - Schädliches Licht für die Augen

Ist LED-Licht schädlich für die Augen?

Verlust der Nacht

Wer hätte das gedacht! Die Zahl derer, die die Nacht, also das Dunkle, retten wollen, ist Legion. Was ist denn passiert? Eigentlich das, was alle wollten, Licht, immer wenn ich will. So stehen in Deutschland 9 Millionen Straßenlaternen Nacht für Nacht sich die Beine in den Bauch - Pardon, den Sockel in die Erde - und warten darauf, dass einer mal vorbeischaut. Selbst auf den Malediven, wo es keine richtigen Straßen gibt und auch keine Fußgänger nach dem Nachtgebet, stehen die Dinger rum und leuchten aufs offene Meer. Man kann viele Autos nachts vom Flieger aus sehen, weil sie den Himmel beleuchten. Und unsere Städte verwandeln sich langsam aber sicher in Mini-Las-Vegas.

Seit langem hatte ich hier vor der Lichtverschmutzung gewarnt, spätestens dann, als ich 1.000 km off Manila auf einer einsamen Insel nachts habe die Überschriften der Zeitung klar lesen können. Hunderte Fischerboote, jedes bestückt mit einer Lampe entsprechend einer Leistung von ein kW, ließen den Himmel hell leuchten. (hier, da und dort). Heute fand ich zufällig Nachrichten über eine Konferenz zum Verlust der Nacht u.v.a.m. Wer sich interessiert, kann die unten angegebenen Websites besuchen (und sich die Nächte um die Ohren schlagen). Die Konferenz heißt ALAN (artificial light at night) und wird September 2016 in Cluj/Transsilvanien stattfinden, nicht weit weg von einem Schloss, dessen Hausherr seine nächtlichen Flüge wegen des vielen Lichts hat einschränken müssen. (mehr zur Konferenz hier)

In dieser Stadt habe ich als Jugendlicher nachts auf meinem Boot einen Eimer Wasser ausgeschüttet, um etwas zu erkennen, auch wenn nur schemenhaft. Das Meeresleuchten hat für kurze Zeit gereicht. Jetzt quillt das Licht bis zur ISS. Dass die Astronauten dort schlafen können, geht nur, weil das Wummern der Discos es nicht zum Himmel schafft. Und wo die lila Lichter ihr Unwesen treiben, konnte man in der Ferne die Hagia Sofia sehen.

NASA_Istanbul-at-Night

Wie viele Sterne gibt es am Himmel? Astronomen würden sagen, unendlich viele. Ein Dorfbewohner in Deutschland wird sie auf viele Tausend schätzen. Ein armer Großstädter sieht meistens einige blasse Pünktchen, wenn er Glück hat. Aber auch auf fernen Inseln kann man erleben, dass die Leute kaum Sterne sehen, weil die Lichter von Ferienresorts oder Fischereiflotten die Nacht zum Tag machen. Nach einer Stunde im Dunkeln und am Wasser, besser noch im Wasser, darf man mit Fug und Recht behaupten, man hätte doppelt so viele Sterne gesehen wie die Astronomen, weil diese den Sternenschein im Wasser nicht ins Visier nehmen. Eine dunkle tropische Nacht im oder auf dem Wasser beschert einem eine mit riesigen Diamanten besetzte Himmelskuppel und deren Ebenbild im Wasser. Wenn man 10.000 und mehr bunte LEDs einem vor die Nase setzt, ziehen sich die Sterne indigniert zurück und überlassen die Bühne der schreienden künstlichen Konkurrenz.

http://www.verlustdernacht.de/ http://www.verlustdernacht.de/Loss_of_the_Night_App/articles/loss-of-the-night-app.html

http://www.cost-lonne.eu/ http://www.cost-lonne.eu/publication-2/993/ http://www.cost-lonne.eu/images/

http://www.zukunftsprojekt-erde.de/mitmachen/verlust-der-nacht.html

https://de-de.facebook.com/loss.of.the.night/

Licht und Marketing

20.08.2014

Marketing und DIN-geprüfter Lichttechniker

Dieser Tage gibt es viel Aufregung um den zertifizierten Lichtexperten (hatte am 06.08. über dessen Taufe berichtet). Brauchen wir noch mehr Zertifikate bzw. noch mehr „Experten“ mit Zertifikat? Das fragen sich viele. Weiß ich nicht! Mein Gedanke gilt dem Zweck dieser Aktion. Wer und was steckt dahinter?

In der Lichttechnik gehört das Marketing zu den üblichsten Verdächtigen als Initiator, wenn solche Aktionen beobachtet werden. Doch Marketing ist nicht Marketing, und bereits der Urahne aller Lichttechniker, ich meine den Techniker des elektrifizierten Lichts, Thomas A. Edison, hatte vor der Erfindung der Glühlampe, an das Marketing gedacht. Wie üblich schrieb er in sein Notizbuch, dass die zu erfindende Lampe nicht blenden dürfe. Und nach der Erfindung erst recht. Nachdem ihm sein Patent wider Willen abhanden gekommen war, hatte er die famose Idee, nur solche Hotels und Restaurants mit seinem Strom zu beliefern, die seine Lampen in seine Fassungen einschraubten. Kartellbehörden würden heute angesichts solcher Praktiken fassungslos da stehen. Allerdings müssten die Herren dann nur noch tagsüber arbeiten, wenn ihre Behörde im Monopolgebiet von Edison Illuminating Company stünde, die ihnen den Strom abdrehen würde. 

Doch damit nicht genug! Edison wehrte sich gegen eine blendende Idee, Wechselstrom anstelle von Gleichstrom zu benutzen, mit einem ebenso genialen Marketingcoup: Er erfand den elektrischen Stuhl, und zwar betrieben mit Wechselstrom, auf dass das Volk lerne, wie gefährlich dieses Teufelszeug ist. Wenn das alles wäre! Edison schlug auch einen Namen für das elektrifizierte Töten von Häftlingen: to westinghouse. Der Name der Hinrichtung leitete sich von dem Namen des Erfinders des Wechselstroms ab: Westinghouse. (Wechselstrom geht auf Tesla zurück. Aber Westinghouse war der Auftraggeber.) 

Damit kämen wir der Natur des Marketing nicht ganz nahe, denn solche Aktionen werden heute eher unter Wirtschaftskrieg denn unter Marketing abgeheftet. Oder unter „destruktive Verkaufsstrategien“. Marketing ist - im einfachsten Falle - Produkte und Dienstleistungen zum Verkauf anbieten in einer Weise, dass Käufer dieses Angebot als wünschenswert wahrnehmen. Man kann es taktisch betreiben, z.B. indem man die Preise so lange herabsetzt, bis der Konkurrenz die Luft ausgeht. Manchmal geht einem selbst die Luft aus - das erlebt man aber nicht mehr, weil pleite. Kluge Leute betreiben strategisches Marketing. Damit stellt man den Absatz der eigenen Produkte auf viele Beine. Übliche Methoden setzen bereits bei der Überlegung über ein neues Produkt an, der Verkauf läuft später wie geschmiert, manchmal weil geschmiert.

Böse Leute erzählen die Mär, Marketing sei, wenn der Kunde Enten will – und man hat nur Hühner im Angebot, den Hühnern die Füße breit zu klopfen. Solche Leute können aber nicht einmal sagen, ob dies taktisches oder strategisches Marketing ist. Es gab große Industriekapitäne, die auf das Zweite tippten, so z.B. in der amerikanischen Autoindustrie. Eines Tages sah ich den Chef von General Motors im Fernsehen weinen. Er sagte: „Wir haben fünf Jahrzehnte versucht, den Menschen zu erklären, was ein Auto ist. Sie ließen sich aber nicht überzeugen.“ Die späte Reue half nicht, General Motors war am 1. Juni 2009 pleite. Der drittgrößte der amerikanischen Autoindustrie ist heute eine Dependance einer Firma, deren Produkte früher allenfalls als Zubringer zu dem Auto eines Amerikaners eingesetzt worden wären. Es wäre ein Wunder, wenn ein Fiat 500 (Topolino) den Motor eines Plymouth Belvedere (fast 6 Liter Hubraum in 8 Zylindern) hätte überhaupt transportieren können. Doch die Zeiten, die sind anders. Fiat hat nunmehr das Sagen.

Und die Hochburg des amerikanischen Autobaus, Detroit, ist heute eine Geisterstadt. Pleite! Der Käufer von Chrysler wohnt zwar selbst in einer (halben) Ruinenstadt, Turin, das ist aber eine andere Geschichte. 

Was Edison als Marketingstrategie bereits der Erfindung der Glühlampe in die Wiege gelegt hatte – die Blendfreiheit des Lichts –, könnte wieder Auferstehung feiern. Denn das Produkt der Zukunft, die LED, blendet bereits in einer Miniausführung (Fahrradlampe) und das am Tage (siehe lightmare). Ob das als Motiv für den „zertifizierten Lichtexperten“ angenommen werden kann? Ich schätze leider, dass auch der zertifizierte Lichtplaner der LED das Blenden nicht abgewöhnen können wird. Denn LED blendet nicht per se, sondern in bestimmten Anwendungen. So blenden Fahrräder mehr als Autos, obwohl die Scheinwerfer der Autos viel mehr Licht auf den Asphalt bringen. Der Unterschied liegt in der Kontrolle: Die Autos müssen alle zwei Jahre zum TÜV. Die Fahrräder werden nie geprüft. 

Ich denke eher nein. Denn Lichttechniker haben keine Ahnung von Blendung, andere allerdings auch nicht. So las ich in einem jüngst erschienenen Buch „Human factors in lighting“: „Was psychologische Blendung ist, weiß man nicht so genau. Man sagt, sie sei vorhanden, wenn sich Leute bei Vorhandensein von hellen Lichtquellen, Leuchten oder Fenstern visuell gestört fühlen.“ (übersetzt von mir, das Original lautet so: Discomfort glare is not well understood. It is said to be occurring when people complain about visual discomfort in the presence of bright light sources, luminaires or windows.). Nach 100 und mehr Jahren Forschung hört sich das Wiegenlied der elektrischen Beleuchtung etwa so an: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten …“ ? Das kommt davon, dass man eine Blendung psychologisch nennt, aber ohne Psychologen untersucht. 

Ich muss die Aussage bezüglich der Lichttechniker relativieren. Es gibt nämlich Lichttechniker, die verdammt viel Ahnung von Blendung haben. Die sind in den Reihen der Gestalter von Wohnraumbeleuchtung zu finden. Igitt - die bauen doch Lichttöter! Stimmt, um Blendung zu vermeiden, muss man jede Menge Licht vernichten. Der neue zertifizierte Lichtexperte könnte z.B. das Töten von Licht mit dem Effizienzgedanken versöhnen helfen. Ob das als Motiv taugt?

Der gute Mann könnte auch lernen, wie man Lichtquellen, denen man zuweilen Zerstörerisches nachsagt, LED, mit der ewigen Marketingstrategie der Lichttechnik, dem Arbeitsschutz, vereinbaren kann. Seit etwa 1935 lebt die Lichtindustrie von der Mär, gutes Licht würde dem Arbeitsschutz dienen. Der Staat und seine diversen Helfer helfen kräftig mit beim Leuchtenabsatz. Obwohl es niemandem gelingen will, eine Beziehung zwischen Beleuchtung und Arbeitsschutz herzustellen, gibt es Leute im Arbeitsschutz, die fest daran glauben. Vielleicht haben die eine andere Beziehung zu Licht oder dessen Machern? Jedenfalls läuft die Sache seit Jahrzehnten wie geschmiert. Wozu dann ein zertifizierter Lichttechniker? Hat sich denn niemand überlegt, dass Wissen bei der Entscheidungsfindung empfindlich stören kann?

Nun, ja. So wie ich die Sache kenne, wird es nicht bei diesem einen zertifizierten Lichtexperten bleiben. Einst wollte ja die verblichene PLDA den Beruf des „Lighting Designers“ definieren. Das schnelle Ende ihrer so hoffnungsvoll begonnenen Karriere ist nicht diesem Bemühen anzulasten. Die lichttechnischen Gesellschaften der deutschschreibenden Länder (AT, CH, DE, NL) wollen auch ihren Lichtexperten definieren, ohne die Extinktion zu befürchten. Vielleicht schreibt die CIE den globalen Lichtexperten auf ihre Fahnen. Fehlt nur noch der intergalaktische. War der nicht der, der „fiat lux“ ausgerufen hatte?

Wie dem auch sei. Das Installieren eines Berufsbildes, das Lichtplaner oder eben Lighting Designer heißen könnte, würde nicht nur dem Marketing helfen, sondern allen arbeitenden Menschen. Denn nichts ist für den Absatz so förderlich wie Qualität. Wenn wir eines fernen Tages Lichtqualität definiert und erfolgreich in die Praxis umgesetzt haben, wird der Planer der Macher sein. Aber auch heute ist der Ersteller einer Beleuchtung deren Hersteller. Die Qualität geben aber die Hersteller des Rohmaterials vor, die Hersteller von Lampen und Leuchten. 

 

Licht und Alptraum

30.05.2014

Lightmare ist kein Märchen

Über Kinderfahrräder, die bereits am Tage bei Sonnenschein blenden, wurde in diesem Blog schon mehrfach berichtet. Nicht soo schlimm - nur ein bisschen unangenehm? Über die schlimmen Folgen des LED-Hype wurde allerdings nichts erzählt, weil die über das „nicht-so-schlimm“ weit hinausreichen.

Die Rede ist vom Tagfahrlicht, einer Sache. die entschieden schien. Sie kam aus dem Norden zu uns, wo man zu bestimmten Zeiten Tag von der Nacht nicht unterscheiden kann. Also fuhren die Autos dort mit Licht. Später sagte man sich: „Warum nicht immer?“. So wurde das Tagfahrlicht geboren. Dagegen hielten nur diejenigen, die um die Sicherheit der Motorradfahrer besorgt waren. Diese nämlich waren die einzigen Teilnehmer am öffentlichen Verkehr, die auch tagsüber mit Licht fuhren, damit man sie gleich erkennt. Fahren alle Teilnehmer mit Licht, fallen die Motorräder weniger auf bzw. gar nicht. Ach, ja, Motorradfahren ist eh gefährlich. Was machen ein paar Tote mehr schon aus?

Nun will - nein, muss - alles Volk tagsüber mit Licht fahren. Natürlich, sofern man dies kann. Abgesehen von der Schweiz, wo man auch Pferde mit bunten Stopplichtern versehen haben soll, gibt es in Europa Verkehrsteilnehmer, die kein Tagfahrlicht tragen wollen oder können. Dazu gehören Fussgänger, darunter Kinder. Wo liegt das Problem?

Licht ist gut - mehr Licht ist besser … Helles Licht ist gut, helleres Licht ist viel besser … und so weiter, weiter… Am Ende kommt LED oder richtiges Laserlicht – heller, besser, effizienter. Damit kann man Autos so ausstaffieren, dass auch der Dööfste im schlimmsten Tohuwabohu auf der Straße einen sofort sieht. Das steigert die Verkehrssicherheit – so die herrschende Meinung!

Dummerweise gibt es auch eine Theorie über den Informationsgehalt von Objekten, die besagt: „Je seltener ein Ereignis, desto größer der Gehalt an Information“. Will sagen, was seltener vorkommt als andere, lenkt die Aufmerksamkeit auf sich. Davon leben z.B. die schrillen Typen, die sich bewusst anders anziehen als das „Volk“ - Paris Hilton oder Boy George oder ähnliche Figuren. Zudem gibt es noch eine Erkenntnis aus dem Fach „Populationsstereotypie“ oder schlicht Ergonomie, die besagt: „heller bzw. kontrastreicher ist bedeutsamer“. So fallen auf unseren Straßen die Autos mit den schicken neuen LEDs oder Lasern jedem sofort auf, was durchaus den Intentionen der Hersteller und deren Käufer entspricht. Zu dumm nur, dass nicht alle gleichzeitig auffallen können. Siehe Informationstheorie bzw. Las Vegas Effekt. Wenn alle glitzern, fällt keiner mehr auf. Oder alle gleichzeitig.

Noch dümmer: Die gefährlichsten Objekte im Straßenverkehr sind nicht notwendigerweise die Autos der Reichen, sondern viele andere Vehikel, die (noch nicht) mit dem gleißenden Licht ausgestattet sind. So z.B. kann ein Fahrrad tödlicher sein als ein Auto, weil man erstens das Fahrrad nicht hört und zweitens dessen Lenker keinen Führerschein besitzt. Zudem fährt dieser womöglich auf dem Bürgersteig und denkt nicht an brüderliches (schwesterliches) Teilen. So scheint es plausibel, dass die schönen hellen Lichter der Autos bei Tage die Verkehrssicherheit untergraben statt zu fördern. Unbeleuchtete Kinder, die zudem in gleißendes Laserlicht schauen, morgens auf dem Schulweg, scheinen doppelt gefährdet.

Eine Initiative, die dies stoppen will, begründet ihre Argumente hier (Link führt zu Lightmare). Artikel zur Förderung der Verkehrsunsicherheit finden Sie da. Warum ein Professor für Augenheilkunde der LED den Heiligen Krieg erklärt hat, kann man hier gut verstehen lernen (Link führt zu Videos über Lichtverschmutzung).

LED - eine strahlende Zukunft? Erst einmal gefährdet sie den Verkehr und die Kinder. So steht es geschrieben. Wer sich ein genaues Bild machen will, kann von diesen Adressen aus weiter forschen:
hier lightmare.org
hier Tirol Kompetenzzentrum für Lichtverschmutzung und Nachthimmel 
Wer nicht forscht, kann bald der Dumme sein: Wer den Zeitgeist heiratet, ist bald Witwe(r).

Licht und Blendung

28.02.2014

Wenn Kinderräder am helllichten Tag blenden

Heute Morgen wunderte ich mich über ein Sternchen, das auf dem Bürgersteig gegenüber hell aufleuchtete. Neuer Stern von Bethlehem? Nein - es war ein Kleinkind, das auf dem Bürgersteig Rad fahren darf. Es war ein hellichter Tag, und trotzdem wurde ich geblendet. Früher mit dem Glühlämpchen, versorgt von einem altertümlichen Dynamo, würde das Licht des Kindes mir nicht einmal nachts so auffallen. Tagsüber würde kein Mensch daran denken, ein Kleinkind mit Licht fahren zu lassen.

Andere Zeiten - neue Blendungen! LED ist durch und durch eine schlecht beherrschte Technik. Meine Freude über eine wunderbare Meldung in der Zeitung, dass die Lichtverschmutzung in Europa teilweise abgenommen hätte, verflog beim Anblick des Minirads, auf dem das Kind sass. Lichterschein am Weihnachtshimmel oder über der Krippe, ja! Auf dem Asphalt, wenn nötig.

Bitte mitbeten, damit die LED-Lampen möglichst lange möglichst teuer bleiben. Ansonsten stehen uns schlimme Zeiten bevor.