Posts in Category: LED

Lichthören - Aber nicht ohne LED*

 

Der Berliner Tagesspiegel von heute präsentiert auf einer halben Seite eine Sensation im wahrsten Sinn des Wortes. Fazit: Man kann einen verlorenen Sinn durch Licht wiedergewinnen. Dieser Sinn heißt aber Hören und nicht Sehen. (Quelle Tagesspiegel Berlin, 20. Mai 2019, S. 21)

Tobias Moser, Mediziner und Neurowissenschaftler, erklärt in einem Interview, welche Vorteile Licht gegenüber Strom hat, mit dem man kaputte Nerven in der Hörschnecke reizt. Was er anspricht, ist ein wichtiges Objekt für die VIrtual Reality, der direkte Draht zum Gehirn. Die Implantate, die er ersetzen will, hören auf den Namen Cochlea-Implantate und ermöglichen Menschen, die wirklich nichts hören, zu telefonieren oder direkt zu sprechen. Was die nicht können, ist Tonhöhen aufzulösen.  So kann man mit einem Cochlea-Implantat schlecht Musik hören.

Den ausführlicheren Vortrag gibt es morgen um 14:00 Uhr auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit“ im CityCube Berlin. Wer an mehr Interesse hat, kann sich an sein Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin in Göttingen wenden. (hier mehr)

In diesem Blog stelle ich, sobald mir bekannt wird, Lichtanwendungen vor, auf die man erst kommen muss. So eine NASA-Methode zur Heilung von Knochenfrakturen mit LED oder eine sehr trickreiche Vernichtung von Krebszellen mit einer LED, die man in ein Karzinom setzt. Heilen mit Wasser-gefiltertem Licht und Infrarot oder Rückenschmerzbehandlung mit blauem Licht (bsp. hier Wasser, Licht und Wunden) Diesen Beitrag habe ich sogar in Englisch gelinkt, weil er mir wie ein Wunder vorkommt. Früher kannte ich "nur" die Photobiologie, die an sich an Wunder grenzt, so z.B. bei der Behandlung von Babies mit blauem Licht. Seit ich was von Chronopharmakologie gehört habe (Licht spart Medizin ), denke ich, Lampen wären zu schade, nur um zu beleuchten. Etwas ernster war schon der Vorschlag für eine neue Berufskleidung für Lichttechniker. Wer ihn ernst nimmt, könnte als Lichtingenieur mehr tun als Leuchtenbiegen. Ernst!
* Im Beitrag der Zeitung steht nichts von LED. Allerdings wird man weder die Lampe von Edison noch eine Lichtbogenlampe ins Ohr stopfen können.Daher habe ich LED gesetzt.

LiFi - Eine Techhnologie mit Zukunft

 

Der nachfolgende Beitrag ist nicht von mir, sondern von Leuten, die meine Beiträge zu LiFi gelesen haben. Ich kommentiere nur Dinge, die ich selber gründlich untersucht habe. Warum dann so viel zu LiFi? Zum einen ist es sehr intelligent, Licht für andere Zwecke als für Beleuchtung zu benutzen. Einst begeisterte mich eine Krebsbehandlungsmethode, bei der man eine LED in ein Karzinom einpflanzt und so diese Stelle empfindlicher macht für eine chemische Subtanz. Oder Behandlung von Knochenbrüchen auch mit LED.

Das intelligente ist das eine. Was mich noch begeistert, ist die Möglichkeit, dass LAN in der Bude eingeschlossen bleibt, in der es betrieben wird. W-LAN arbeitet mit Hochfrequenztechnik, die mehr oder weniger schlecht Materie durchdringt. Kennt jeder, der so ein Gerät ins Haus stellt. In Raum A Super-Empfang, nächster Raum nichts. Raum darüber, es tröpfeln die Daten. Geräte, die Daten mit Hilfe von Hochfrequenz durch die Gegend jagen, kennen nicht einmal Landesgrenzen. LiFi schon. Zudem weiß man, dass Infrarot, in Mengen genossen, einen Wohlfühleffekt erzeugt, hingegen stehen die elektromagnetischen Wellen der WiFi im Verdacht, Böses zu bewirken. Auch wenn sich der Verdacht eines guten Tages in Nichts auflösen sollte, die Angst kann man den Leuten nicht nehmen.

Aber auch sonst scheint technisch gesehen manches anders machbar. So z.B. stören Funkwellen möglicherweise andere Funkwellen - Interferenz genannt - oder lassen sich von anderen stören - auch Interferenz, also Einmischung in die Funktion. Die Router der WiFis produzieren zwar auch Infrarot, allerdings ohne Inhalt. Sie werden einfach warm bei der Arbeit. Anders als früher darf man sie nicht mehr abschalten, seit das Telefon über die läuft. Kein Bauer tut alle Eier in denselben Korb, die Telekom schon. Internet und Telefon aus demselben Kasten? Hört sich intelligent an. Bis es ein Problem mit dem Router gibt.

Es gibt bestimmt noch mehr Gründe dafür, sich mit einer neuen Technologie zu befassen. Dazu soll der folgende Beitrag helfen. Wie gesagt - der Anbieter ist verantwortlich für den Inhalt. Kommentare sind sehr willkommen.

.

Mein AMpelmann

Earth Hour 2019 - Super Beitrag aus der Lichttechnik

 

Ein Licht ging gestern nicht um die Welt, sondern eher ein Schatten. Für eine Stunde, angefangen auf Samoa, wurden die Lichter auf prominenten Plätzen abgeschaltet. Damit man das Klima rettet.

Nicht jeder denkt so. Ein sehr bekannter Mensch, sogar der mächtigste auf Erden, glaubt einfach nicht, dass es einen Klimawandel gibt. Vielleicht müsste ein Tornado seine Frisur ordentlich durcheinander bringen, damit er mal anders denkt. In guter Gesellschaft befindet er sich, der Europäischen Lichtbranche ist eine einmalige Innovation gelungen: die Wiederbelebung der 1000 lx-Bewegung aus den 1960ern. Jetzt darf das Licht an europäischen Arbeitsplätzen nicht mehr nie nie unter 500 lx fallen - nein, nie nie unter 1000 lx. Jedenfalls, wenn man tippt, schreibt oder liest. Begründung? Das ist gesund!

Die neue Größe, die die heilige 500 lx ablöst, ist die neue obere Untergrenze (hier). Man erhöht die Beleuchtungsstärke einfach um 50% oder 100 % - und schon hat man gesundes Licht. Wie gesund? Wenn man in einer Warte eines Kernkraftwerkes die Beleuchtungsstärke so einfach von 300 lx Nennwert (bis 2001) auf 500 lx Wartungswert steigert, dann ist das real 108% mehr, also mehr als das Doppelte. Wenn man dann demnächst auf 1.000 lx geht, ist das ein atemberaubender +216%. Ist doch gesund? Von wegen! Die hatten schon bei 300 lx Probleme mit den Spiegelungen auf ihren Instrumenten und Bildschirmen. Wenn man das Licht nun verdreifacht oder gar vervierfacht, sehen die womöglich gar nichts mehr. Und wenn die Helden in der Warte eines Atomkraftwerks mal nichts sehen …?

Bei manchen Leuten - so scheint's - ist das ganze Jahr Karneval. Doch, wenn wir Aschermittwoch haben, ist die Party aus. So wie gestern Nacht, aber nicht nur für eine Stunde.

P.S.: Wir haben zur Feier des Übergangs von DIN 5035-2 auf EN 12464-1 berechnet, wie viel mehr man an Licht installieren muss, ohne dass es dafür einen Grund gibt. Bitte die Werte aus der Studie (hier) merken. Wenn die neue Version der Norm erscheint, können Sie die Daten aktualisieren. Da geht Ihnen ein Licht auf.

Andy kann nicht mal 5G - Ich kann schon 6G! Ach, was, Super-G!

 

Deutschland ist voller Löcher, schwarze, in denen die Gespräche am Handy abrupt versacken. Der zuständige Minister, Andy Scheuer, der auch den Verkehr lenkt, hat sich ein Funklochsucher bauen lassen. Damit sollen Findige etwa 600.000 davon gefunden haben. Allerdings bekommt man keinen Finderlohn. Ganz im Gegenteil, die App frisst 150 MB Daten pro Suche. Dem Andy glaube ich die erfolgreiche Erfindung, war doch ein anderer Lochsucher ein Produkt seines Landes, Isetta alias Schlaglochsuchmobil. Jetzt will Andy die Löcher stopfen. Ein ganz schnelles Netz soll her. Vorbei die Zeiten, wo der Buchstabe G noch nicht im Namen stand. Das war das A-Netz. Mit dem telefonierte man halt so wie man telefoniert, analog. Dann folgte 2G wie grottenschlecht, aber digital. Es ging dann Schlag auf Schlag, 2.5G, 2.75G und endlich 3G wie UMTS. Die brachte dem Hans im Glück 100 Milliarden in die Kasse.

Seit gestern läuft die langweiligste Auktion der Geschichte der Telekommunikation seit dem Ende des Pony Express1 (s. unten). Die Frequenzen für Mobilfunk 5G werden versteigert. Pro Stunde darf nur ein Angebot eingereicht werden. welch ein Tempo! Da soll mal einer im Wilden Westen eine Viehauktion sehen. Dies hier ist das Gegenteil davon. Die Viecher, die zuschauen, haben nix von 5G. Es wird für die Industrie gebraucht, die ihre rußenden Diesel autonom fahren lassen möchte. Das sind so Autos, die ein LKW mit einer Kuh darauf für eine Kuh halten und voll darauf. Wenn unsere Digibärin (in voller Pracht Frau Dipl. Pol. Dorothea Bär, Staatsministerin für Digitalisierung bei der Bundeskanzlerin im Kabinett Merkel IV) ihr Lufttaxi ruft, gleitet dieses auf den Wellen von 5G sanft gegen das Kanzleramt und vergisst Ebelsbach, den Ort, durch den der gleichnamige Ebelsbach fließt. Dessen 3750 Bürger werden noch geraume Zeit bei 2G bleiben, also dem Standard der 1990er. Anstelle autonomer Autos könnten sie autonome Eselskarren betreiben. Dafür reicht der Speed. Das müsste sich Frau Bär gefallen lassen in ihrem Geburtsort beim Heimaturlaub. Ich denk' so oft an Piroschka …

Doch Rettung naht. Mir fielen in der Nacht die vielen Straßenlaternen ein, die jahraus jahrein sich den Mast in den Bauch stehen und auf einen Fußgänger warten, dem sie den Weg nach Hause zeigen dürfen. Es sollen schlappe 9 Millionen sein. Wenn wir sie alle mit LED bestückt und blendend schön gemacht haben, brauchen wir keine 5G-Masten mehr, die alle 1000 Meter herumstehen und auf ein autonomes Auto warten müssen. Jetzt können die dem Auto den Weg über LiFi weisen, nachdem ihr Licht nicht mehr benötigt wird, weil die Autos ja auto-nom fahren. Da sitzt kein Mensch drin. Die Autos fahren nur so. Und die Masten stehen nur so da. So-da Masten sozusagen. LiFi soll im Test 224 Gigabyte pro Sekunde übertragen haben. Da stehen die 5G-Masten staunend da. Das Speed reicht für SuperG. Da können die autonomen Autos ohne Tempolimit durch die Stadt wie weiland Batmobil mit 370 km/h.

Frau Bär muss sich nur mit ihrem Landsmann Andy Scheuer anfreunden (Ebelsbach befindet sich momentan in der Bayrischen Kolonie Franken), dem der Verkehr in Deutschland untersteht. Schnell die Lichtmasten zu Funkmasten umfunktionieren und jede Isetta kann die Dorfstraße autonom runter fahren. Obwohl … das taten die Isettas manchmal auch ohne 5G, auf dem Heimweg vom Frühschoppen.

1 Pony Express: Der Pony Express verkehrte ganze 18 Monate zwischen St. Joseph, Missouri, und Sacramento in California. Die Reiter legten die 3.100 km in jeweils 120 km Abschnitten, Rekord 7 Tage und 17 Stunden. Der berühmteste Reiter war Buffalo Bill, der ausdauernste Pony Bob Haslam mit 190 km im Stück. Bei der Rekrutierung der Reiter wurden Vollwaise bevorzugt. Bei 5G Autos wäre die Idee auch nicht schlecht.

Eine Birne schrieb Geschichte

 

Die Zeitungen feiern einen Toten. Er wäre gern 140 geworden. Wird auch, aber nicht in Deutschland. Auch nicht anderswo in der EU. Die Glühlampe wurde vor 10 Jahren hinterrücks gemeuchelt. Auch die Protagonisten von damals sagen, dass es ein Fehler war. Sie meinen aber, das Verbot hätte man ein Jahr später aussprechen sollen. Denn die LED war zu schlecht und teuer, der vorgesehene Ersatz, die Energiesparlampe, zwar halb so teuer, aber doppelt so schlecht.

Wir haben damals eine Studie zur Ökologie der Energiesparlampe angefertigt und bei der EU eingereicht (Energiesparlampen_und_Oekologie). Viele Politiker haben ihre freundliche Hilfe angesagt. Millionen von Leuten haben den Keller voller Glühlampen gefüllt. Witzige Leute haben alternative Wege zum Import von Glühlampen gefunden (hier), die mancher Beamter nicht so lustig fand, aber immerhin lustig ablehnte (hier). Jetzt fragt die DPA allen Ernstes, ob jemand die vermisst. Ich schon, aber erst später. Denn ich kann nach Hause oder nach Amerika fliegen und eine Ladung Glühbirnen mitbringen. Die werden ja nicht schlecht.

Warum hat man denn die Dinger verboten. Ach, ja. Die Energieeffizienz. Glühlampen sind bekanntlich kleine Öfen, die auch ein Bischen Licht abgeben. Warum nicht gleich richtige Öfen installieren? Mein Handy z.B. wird etwa einmal am Tag benutzt. Es frisst seinen Strom so vor sich hin. Die Apps sind formidable Stromfresser. Unser Router? Es reicht nicht zum Brötchen backen, aber fast. Der läuft 24 h am Tag, weil niemand das Ding anwerfen und warten will, bis der hochläuft. Und wenn es denn einer täte? Dann hätten wir kein Telefon. Demnächst werden wir LiFi installieren, das ist WLAN über Licht. Vielleicht wird der Router dann entlastet. Telefonieren über den Kronleuchter - auf die Idee muss man kommen. Glühbirne kompatibel mit Alexa bietet Amazon an. 16 Mio Farben kann sie. Zu steuern über App.

Das Glühlampenerbot hat sich gelohnt … für die Industrie. Jetzt kann man teure LEDs als Leuchte kaufen, nach ein paar Stunden oder mehr komplett wegwerfen. Warum das so ist, lernt man auf teuren Seminaren (hier). Wer nicht viel Geld ausgeben will, weicht auf modernes e-learning aus. Da kann man vom heimlichen Sessel aus die Welt erkunden. Die Elektroindustrie beglückt einen ja nicht nur mit Bestrahlung, sondern auch mit Beriesselung mit Fakten, in denen auch mal ein Körnchen Wahrheit steckt. Immerhin habe ich bei der Diskussion gelernt, dass Kohlekraftwerke die ganze Republik mit einem Quecksilberfilm überziehen. Die hatte der deutsche Umweltminister in die Debatte geschmissen, weil die Energiesparlampen angeblich Energie sparen täten und deswegen den Film etwas lichten (hier). Am Ende sahen alle schlecht aus.

Die wahre Katastrophe hat die Industrie nicht geschnallt. Bis heute nicht: Wenn die Politik einmal lernt, mit dürftigen Argumenten eine ganze Produktgattung zu verbieten, dann tut sie das immer wieder. Die Argumente der Politik waren damals grottenschlacht. Das Ziel, die Einsparung von CO2, wurde zwar erreicht, man muss den Erfolg aber mit der Lupe suchen - weit hinter dem Komma. Dafür lernte die Bevölkerung, wie man Fake Argumente gegen andere Fake Argumente in Stellung bringen kann, ohne bestraft zu werden. Da hatte der Erfinder des Jubilars eine ganz andere Strategie. "Ich werde eine Lampe erfinden, so dass nur noch reiche Leute sich Kerzenlicht leisten werden. Und sie wird nicht blenden." hatte er in sein Tagebuch geschrieben. Er hat.