24.10.2026
Eingebrannte Gewohnheit
ist der Grabstein jeder Innovation.
der Blogger
In Genesis 2.0 – Schöpfung der elektrischen Sonne ist der Beitrag Standards, die niemand setzen wollte in einer neuen Fassung erschienen. Er befasst sich mit zwei Standards, die uns wehtun, aber fortbestehen, weil niemand sie geplant oder geschrieben hat. Beide Standards beruhen auf Entwicklungen, die um 1880 stattgefunden haben. Hier die Kurzfassung des Beitrags:
Viele „Standards“ entstehen nicht durch bewusste Entscheidungen, sondern durch historische Entwicklungen. Anders als schriftlich festgelegte Normen, die turnusmäßig aktualisiert werden, bleiben solche „So-da-Standards“ häufig unhinterfragt, obwohl ihre ursprünglichen technischen Gründe längst entfallen sind. Der folgende Beitrag untersucht zwei Beispiele aus der Büroarbeit: die Kombination einer breiten Tastatur mit seitlich angeordneter Maus und das Zellenbüro mit fest installierten Leuchtenreihen.
Die heutige Computertastatur trägt das Erbe der mechanischen Schreibmaschine. Ihre Buchstabenanordnung blieb erhalten, während zusätzliche Funktionstasten, Cursortasten und ein Zahlenblock die Tastatur nach rechts verbreiterten. Als die Maus hinzukam, wurde sie rechts daneben platziert. Die dadurch entstehende seitliche Armhaltung gilt als ergonomische Belastung, deren Folgen von Schmerzen bis notwendigen Operationen reichen können. Während die ursprüngliche Tastatur für beidarmiges Arbeiten konzipiert wurde, belasten ihre modernen Nachfahren die rechte Hand und den rechten Arm übermäßig. Die von mir entwickelte Alternative, die Idee der Compact-Tastatur, wurde 2007 international genormt. Und sie wurde im Juli 2024 in der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A6 Bildschirmarbeit berücksichtigt.
Das zweite Beispiel verbindet Architektur und Beleuchtungsplanung. Rechteckige Zellenbüros mit festen Achsmaßen und niedrigen Decken begünstigten bestimmte Leuchtenanordnungen. Weil die Beleuchtung meist vor dem Einzug installiert wird, müssen sich Arbeitsplätze anschließend nach ihr richten. Hier ist eine problematische Umkehrung zu erkennen: Die Anforderungen der Arbeit sollten die Anordnung bestimmen, nicht die vorhandenen Leuchtenreihen.
Im Mittelpunkt meiner Kritik stehen Reflexblendung und eine Lichtverteilung, die Tischränder oder Bodenflächen stärker beleuchtet als die eigentlichen Arbeitsbereiche. Raster zur Entblendung lösen nach meiner Erfahrung die Probleme störender Spiegelungen nicht. Auch der Wechsel zu effizienteren LED-Leuchtmitteln beseitigt überkommene Anordnungen nicht zwangsläufig. Neue LED-Technik kann somit alte Planungsentscheidungen fortschreiben, die noch vor ihrer Entstehung gefasst worden sind. So kann sich ihr Innovationspotenzial nicht voll entfalten
Die Konzentration auf Beleuchtungsstärke und Wirtschaftlichkeit greift aus meiner Sicht zu kurz. Behaglichkeit, Tageslicht und die Unterstützung des circadianen Rhythmus müssten stärker berücksichtigt werden. Als Alternativen nenne ich Indirektbeleuchtung und großflächige LED-Module; dabei verweise ich auf unsere Forschungsberichte „Licht und Gesundheit“ von 1990 bis 1998 (drei überarbeitete Auflagen).
Meine Schlussfolgerung lautet: Gewohnte Anordnungen sind nicht unveränderlich. Entscheidend ist, vorhandene Alternativen tatsächlich einzusetzen und Technik konsequent an Arbeitsaufgaben und Menschen auszurichten. Nicht jede räumliche Vorgabe lässt sich ändern, wohl aber die Gestaltung und Nutzung von Eingabegeräten von Computern und Beleuchtung.
12.09.2026
Die gute Lösung von heute
kann die Innovationsbremse von morgen sein.
Der Beitrag in Genesis 2.0, Schöpfung der elektrischen Sonne, erläutert die Behinderung der Innovation beim US-amerikanischen Autobau, die durch die Normung der vorderen Scheinwerfer erfolgt ist.
Eine Norm kann Sicherheit schaffen – oder Fortschritt verhindern. Das zeigt die US-amerikanische Sealed-Beam-Vorschrift. Ab 1940 mussten Autos zwei runde und identische standardisierte, versiegelte Scheinwerfereinheiten tragen. Die Regel löste zunächst reale Probleme: Ersatzteile wurden überall verfügbar, Reflektoren blieben vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt, die Lichtqualität wurde berechenbarer. Doch die Norm schrieb nicht nur das Ergebnis vor. Sie diktierte auch Form, Größe und Technik.
Damit wurde aus einer vernünftigen Schutzmaßnahme ein Innovationsverbot. Mehr als vier Jahrzehnte lang mussten Hersteller ihre Fahrzeuge um runde Standardscheinwerfer herum konstruieren. Europäische und japanische Modelle erhielten für den US-Markt entstellte Frontpartien. Aerodynamische Lösungen, asymmetrisches Abblendlicht und Kurvenlicht wurden blockiert. Der Schaden war nicht nur gestalterisch: geringere Sichtweite, schlechtere Fahrbahnausleuchtung, mehr Streulicht und stärkere Blendung verschlechterten die Verkehrssicherheit. Die Norm konservierte den Stand von 1940 – und machte ihn zum Maßstab für die Zukunft.
Deutschland wählte den wirksameren Weg: das Leistungsprinzip. Vorgeschrieben wurde nicht, wie ein Scheinwerfer auszusehen hatte, sondern was er leisten musste. Solange Grenzwerte für Ausleuchtung und Blendung eingehalten wurden, blieben Form und Technik offen. So konnten Breitband-, Halogen- und später Xenonscheinwerfer eingeführt werden, ohne das Regelwerk jedes Mal neu zu erfinden.
Die Lehre für heutige Beleuchtungsnormen ist eindeutig: Normen müssen Ziele sichern, nicht Lösungen einfrieren. Die aktuelle Normung listet Hunderte Arbeitsplatztypen und konkrete Beleuchtungsstärken auf, legt aber kaum nachvollziehbar dar, welches Schutzziel damit erreicht werden soll. Wer eine bessere Lösung entwickelt, kann deshalb nur schwer beweisen, dass sie gleichwertig ist. Sinnvoller wären wenige klare Leitsätze, überprüfbare Qualitätskriterien und Freiheit bei der Umsetzung – wie bereits in DIN 5035 von 1935 angelegt. Gute Normung definiert Wirkung, Sicherheit und Qualität. Sie vertraut Fachleuten bei der Wahl der Mittel. Sobald sie eine einzige technische Lösung festschreibt, schützt sie nicht mehr vor Risiken, sondern vor Innovation. Genau davor warnt das Sealed-Beam-Beispiel.
13.05.2026
Wissenschaft, die vor lauter Signifikanz die Relevanz vergisst,
gleicht einem Kompass, der zwar perfekt nach Norden zeigt,
aber ignoriert, dass man bereits im Treibsand steht.
der Blogger
Dieses Kapitel kritisiert nicht Wissenschaft an sich, sondern bestimmte Vorgehensweisen, mit denen wissenschaftliches Arbeiten in sein Gegenteil verkehrt werden kann. Die zentrale These lautet, dass Methoden, die eigentlich der Erkenntnisgewinnung dienen sollen, in der Praxis häufig dazu benutzt werden, gewünschte Ergebnisse zu erzeugen, unpassende Befunde zu verschleiern oder unbequeme Erkenntnisse zu ignorieren. Am Beispiel der Lichttechnik zeigt der Autor, wie aus einzelnen wahren oder plausiblen Aussagen weitreichende Behauptungen konstruiert werden, die wissenschaftlich klingen, aber oft weder sauber begründet noch für den jeweiligen Anwendungsbereich hinreichend belegt sind.
Zu Beginn wird erläutert, dass sogenannte „science faction“ besonders problematisch ist: Dabei werden unstrittige Fakten mit Vermutungen, Plausibilitäten und Deutungen vermischt, bis am Ende der Eindruck eines wissenschaftlichen Nachweises entsteht. Aus einfachen, nachvollziehbaren Beobachtungen wird schrittweise eine große Behauptung abgeleitet, etwa dass mehr Beleuchtungsstärke automatisch gesünder, leistungsfördernder oder weniger ermüdend sei. Der Einwand des Autors lautet, dass Plausibilität noch kein Beweis ist und dass solche Argumentationsketten häufig gerade deshalb überzeugen, weil ihre einzelnen Bestandteile nicht völlig falsch wirken.
Ein zentrales Angriffsziel ist das sogenannte P-Hacking. Der Autor beschreibt damit die Praxis, aus Daten so lange passende Ausschnitte, Vergleiche oder Versuchsanordnungen herauszusuchen, bis ein statistisch signifikantes Ergebnis erscheint. Kritisiert wird vor allem, dass statistische Signifikanz häufig fälschlich als inhaltliche Bedeutung verstanden wird. Ein Ergebnis kann rechnerisch signifikant sein und trotzdem wenig über die eigentliche Praxis aussagen. Darüber hinaus zeigt der Text, dass mit genügend großer Fallzahl auch sehr kleine Unterschiede signifikant werden können. Dadurch entsteht die Gefahr, dass gewünschte Aussagen als wissenschaftliche Erkenntnisse verkauft werden, obwohl ihre Relevanz unklar bleibt.
An mehreren Beispielen aus der Licht- und Arbeitsmedizin wird verdeutlicht, wie problematisch dieser Umgang mit Signifikanz sein kann. So verweist der Autor auf Studien und Leitlinien, in denen statistisch starke Effekte behauptet werden, ohne dass die zugrunde liegenden Ursachen ausreichend erklärt werden. Besonders scharf kritisiert er Versuche, aus Untersuchungen in speziellen Umgebungen, etwa psychiatrischen Einrichtungen oder medizinischen Sondersituationen, allgemeine Aussagen über die gesundheitliche Wirkung von Beleuchtung im Alltag oder am Arbeitsplatz abzuleiten. Der Vorwurf lautet, dass hier häufig von Spezialfällen auf völlig andere Kontexte geschlossen wird, ohne die Übertragbarkeit der Ergebnisse ernsthaft zu prüfen.
Ein weiteres Muster sieht der Autor im HARKing, also im nachträglichen Formulieren einer Hypothese, nachdem die Ergebnisse bereits bekannt sind. Wer so vorgeht, erweckt den Eindruck, eine Untersuchung habe von Anfang an eine klare theoretische Grundlage gehabt, obwohl die Deutung erst im Nachhinein passend gemacht wurde. Ergänzt wird dies durch das sogenannte SHARKing, bei dem missliebige Hypothesen oder ganze Projekte stillschweigend verschwinden, wenn sich die erhofften Resultate nicht einstellen. Beide Praktiken verfälschen nach Ansicht des Autors den wissenschaftlichen Prozess, weil sie Misserfolge und Unsicherheiten unsichtbar machen, obwohl gerade diese für echten Erkenntnisfortschritt wichtig wären.
Besonders wirksam erscheint dem Autor jedoch nicht die Manipulation von Daten, sondern das Ignorieren von Wissen. Er argumentiert, dass in der Lichttechnik viele ältere, gut begründete Erkenntnisse nicht deshalb verdrängt wurden, weil sie widerlegt worden wären, sondern weil sie nicht in aktuelle technische, wirtschaftliche oder gestalterische Interessen passten. An Beispielen aus Architektur, Normung und Blendungsforschung zeigt er, dass bekannte Probleme über Jahrzehnte nicht konsequent aufgegriffen wurden. Dasselbe gelte für das Thema Flimmern: Beschwerden von Betroffenen seien lange abgewiesen worden, obwohl sich später zeigte, dass die Störung real ist und gesundheitliche Folgen haben kann. Für den Autor ist dies ein Beleg dafür, dass wissenschaftliche oder technische Gemeinschaften unbequeme Tatsachen oft nicht aktiv widerlegen, sondern schlicht an ihnen vorbeiarbeiten.
Als besonders tief liegendes Problem beschreibt der Text die mangelnde Validierung. Gemeint ist die Frage, ob eine gemessene Größe, ein Versuch oder ein Modell tatsächlich das erfasst, was inhaltlich behauptet wird. Der Autor macht deutlich, dass dies keine rein theoretische Frage ist, sondern praktische Folgen hat: Wenn ein Messwert nicht valide ist, kann ein ganzes System auf falschen Annahmen beruhen. An Beispielen aus der Kerntechnik, der Beleuchtung, der Blendungsbewertung und der Leistungsforschung zeigt er, dass zwischen physikalischer Messgröße und menschlicher Wahrnehmung oder praktischer Wirkung oft keine einfache, direkte Beziehung besteht. Gerade in der Lichttechnik wird aber häufig so getan, als ließen sich komplexe Wirkungen mit wenigen linearen Größen eindeutig erfassen.
Daran schließt die Kritik an dem unscharfen Begriff der Lichtqualität an. Der Autor bemängelt, dass die Lichttechnik zwar ständig von Qualität, Wohlbefinden, Sehkomfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit spreche, aber keine klaren und überprüfbaren Kriterien formuliere, nach denen sich die Qualität einer Beleuchtung tatsächlich bestimmen ließe. Solange der Zweck einer Beleuchtung nicht präzise festgelegt sei, bleibe auch unklar, woran ihre Güte gemessen werden soll. Dadurch wird es möglich, sehr verschiedene und teils widersprüchliche Anforderungen miteinander zu vermischen und dennoch den Eindruck einer objektiven Bewertung zu erzeugen.
Am Ende unterscheidet der Autor grundsätzlich zwischen Wissenschaft und Technik. Wissenschaft ziele darauf ab, Wissen dauerhaft zu gewinnen, Irrtümer offen zu legen und Erkenntnisse nachvollziehbar einzuordnen. Technik hingegen arbeitet oft unter Innovations-, Markt- und Verbesserungsdruck; dort genügt es häufig, dass etwas besser funktioniert als zuvor, auch wenn es noch unvollkommen ist. Diese Logik erklärt für den Autor manche Fehlentwicklungen, entschuldigt sie aber nicht.
Die Gesamtbotschaft des Kapitels ist, dass gerade in einem anwendungsnahen Feld wie der Lichttechnik wissenschaftliche Begriffe, statistische Methoden und normative Aussagen mit besonderer Sorgfalt behandelt werden müssten. Andernfalls entsteht eine Scheinwissenschaft, die mit dem Anschein von Exaktheit arbeitet, ohne die Voraussetzungen echter wissenschaftlicher Erkenntnis einzulösen.
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13.05.2026
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen,
sondern möglich machen.
Antoine de Saint-Exupéry
Das Kapitel untersucht, wie stark Vorstellungen aus den 1920er Jahren das heutige Denken über Licht, Beleuchtung und gute Sehbedingungen noch immer prägen.
Im Mittelpunkt steht die Kritik, dass viele Grundannahmen der Lichttechnik zwar den Anschein von Genauigkeit und Wissenschaftlichkeit haben, aber bis heute nur unzureichend erklären, was Menschen tatsächlich für gutes Sehen, angenehmes Arbeiten und räumliches Wohlbefinden benötigen.
Es wird gezeigt, dass zentrale Begriffe und Messgrößen – etwa zur Definition von Licht, zur Beleuchtungsstärke oder zur Wirkung von Blendung – historisch gewachsen sind und oft weiterverwendet werden, obwohl ihre Aussagekraft begrenzt oder ihre Grundlagen umstritten sind.
Ausführlich wird beschrieben, dass Normen und technische Standards häufig auf vereinfachten Modellen beruhen, die sich gut messen und vereinheitlichen lassen, aber den menschlichen Wahrnehmungsbedingungen nicht immer gerecht werden. An Beispielen wie Ermüdung, der Frage nach der „richtigen“ Lichtmenge, direkter und indirekter Beleuchtung, Tischleuchten sowie der Forderung nach gleichmäßiger Helligkeit macht der Text deutlich, dass viele heute selbstverständliche Regeln nicht das Ergebnis gesicherten Wissens sind, sondern oft auf tradierten Annahmen, industriellen Interessen oder normativen Festlegungen beruhen.
Besonders kritisch betrachtet der Beitrag den Widerspruch zwischen technischer Messbarkeit und tatsächlicher Erfahrung: Was in Richtlinien als objektiv und sinnvoll erscheint, kann aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer unpraktisch, unangenehm oder sogar widersprüchlich sein.
Insgesamt versteht sich der Beitrag als grundsätzliche Kritik an einer Beleuchtungskultur, die über Jahrzehnte hinweg ihre eigenen Maßstäbe verfestigt hat, ohne sie ausreichend an menschlichen Bedürfnissen, architektonischer Qualität und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu überprüfen. Der Beitrag plädiert deshalb dafür, Licht nicht nur als eine technisch-physikalische Größe, sondern stärker als menschlich, biologisch und räumlich wirksames Phänomen zu begreifen.
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13.05.2026
Eine Glühbirne, die nicht brennt, ist ein schlechtes Geschäft.
Aber eine Glühbirne, die ewig brennt, ist ein noch schlechteres.
ein Experte, der nicht genannt werden will
Das Kapitel setzt sich mit der Lebensdauer von Leuchtmitteln auseinander, aus der die Hersteller ein großes Geheimnis machen.
Die Lebensdauer von Leuchtmitteln ist keine eindeutig feststehende Größe, sondern hängt von technischen Kriterien, Betriebsbedingungen und statistischen Verfahren ab. Diese Verfahren unterscheiden sich erheblich voneinander.
In der Darstellung eines bekannten Herstellers liest sich das Ganze folgendermaßen: „Für LED-Leuchten ist keine einheitlich gebräuchliche Definition der Lebensdauer - sei es eine „Nennlebensdauer” oder eine „wirtschaftliche Lebensdauer” - etabliert. Stattdessen ist es üblich, die „mittlere Bemessungslebensdauer” auszuweisen, die sich auf einen spezifizierten Grad der Lichtstromdegradation bezieht.“
Das Kapitel zeigt, dass sich der Begriff je nach Leuchtmittel stark unterscheidet: Bei Glühlampen wurde Lebensdauer meist über die Ausfallrate bestimmt, bei Entladungslampen über den wirtschaftlich sinnvollen Betrieb und den Rückgang des Lichtstroms, etwa als L70 oder L80.
Bei LEDs ist die Bewertung noch komplexer, weil neben dem Lichtstromverlust auch Unterschiede zwischen einzelnen LED-Elementen sowie Totalausfälle berücksichtigt werden müssen, etwa durch Angaben wie L70B10C10F10.
Insgesamt verdeutlicht der Beitrag, dass Herstellerangaben zur Lebensdauer nur im Zusammenhang mit den zugrunde liegenden Definitionen und Einsatzbedingungen sinnvoll verstanden werden können.
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