Die Phantome der anderen
14.04.2026
Die Vergangenheit ist nicht tot,
sie ist nicht einmal vergangen.
William Faulkner
Der letzte Beitrag summierte die Phantome der Lichttechnik, die Geister von gestern, die das Wissen von heute beherrschen,ohne dass wir es merken oder wollen. Andere Disziplinen sind nicht etwa frei davon. Sie sind eher schlimmer getroffen, weil die Wirkungen bis in die allgemeine Kultur hinein erfolgen.
Der Beitrag beschreibt „Phantome“ als hartnäckige Denkmodelle und Festlegungen mit historischen Hintergründen, die unser heutiges Wissen unbewusst prägen. Beispiele sind die willkürlich definierte technische Stromrichtung (Plus→Minus) trotz realem Elektronenfluss (Minus→Plus), das anschaulich problematische, aber nützliche Konzept „wandernder Löcher“ in Physik und Halbleitern, sowie der lange geglaubte Licht-Äther als notwendiges Medium für die Wellenausbreitung. Darüber hinaus kritisiert der Beitrag irreführende Bilder und Metaphern wie den linearen „Fortschritt“ der Evolution, das Gehirn als Computer, die Vier-Temperamente-Lehre und das mechanistische Weltbild (Welt als Maschine), weil sie komplexe Zusammenhänge vereinfachen und Denken in falsche Bahnen lenken.
[…] beschrieben (s. Geister von gestern, die unsere Beleuchtung von heute mitbestimmen, und Die Phantome der anderen). Dass Maschinen den Turing-Test immer leichter bestehen, war der Technologie zu verdanken. Dass […]