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Lichtterror oder Tech-Wunder: Segmentiertes LED-Licht für Autos

 

Im Sommer 2019 wurde auf der der LASER* World of PHOTONICS (hier) eine Entwicklung vom Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik für Autoscheinwerfer präsentiert. Sie basiert auf einem Projektor mit LED, wobei das Leuchtmittel nicht eine einzige (große) Lampe ist, sondern eine Vielzahl von LEDs, die man wie bei einem Beamer an und abschalten kann. 200.000 Mikrooptiken bündeln das Licht in Fahrtrichtung und lassen sich so steuern, dass nicht nur eine Blendung des Gegenverkehrs vermieden werden soll, sondern auch einzelner Fußgänger. Mehr aus dem Elektror (bitte auch die Kommentare lesen. Ich kommentiere den Artikel nicht, weil schon viele andere Kommentare da sind. Und sie sind ausführlich. Nur ein Zitat darf es sein: "Beste Grüße von einem leidvoll geplagten Radler, der ständig von beschleunigenden Autos mit LEDs ohne Lageregelung geblendet wird." (Matthias Krause, 7. Juni 2019). Die besten Grüße sollten an Andy Scheuer gehen. An den LED-Scheinwerfern ohne Reichweitenregelung sind die Gesetzgeber schuld. (Mehr vom IOF hier da und dort)

 

*Die Armen haben wohl nicht gemerkt, dass sich die Industrie die Bezeichnung Laser für LED verbittet. Die wurden schon längst zu Lampe umgetauft. Da sie nicht immer wie Lampe aussehen, soll man jetzt Leuchtmittel sagen.

Darf die LED mehr flimmern, weil sie modern ist?

 

Ein längst vergessenes Problem ist wieder da, das Flimmern. Und die einstige Konfrontation. "Kann nicht sein" hie (der Hersteller), "Darf nicht sein" da (der Verbraucher). Dumm nur, dass der Verbraucher nicht wie einst Lieschen Müller ist, der man erzählen kann, dass ihre Kopfschmerzen nicht von der Beleuchtung herrühren, sondern von ihrer Biologie, die an manchen Tagen des Monats verrückt spielt. Der wird diesmal von einem Fachmann repräsentiert, der nicht nur viel Ahnung hat. Ich hatte ihn mehrfach zitiert oder präsentiert (hier und da). Sehr dumm - für die Hersteller.

Wo liegt das Problem? Das Flimmern war in der Lichttechnik ein Problem, das bereits in der Norm von 1935, DIN 5035 damals ohne weitere Blätter, als "Ruhe der Beleuchtung" behandelt wurde. Das erste umfangreiche "Handbuch der Lichttechnik" thematisierte es bereits in 1938 (hier).

Das Flimmern entsteht i.d.R. dadurch, dass Lampen mit Wechselstrom betrieben werden. Bei Gleichstrom gibt es das Problem nicht. (Vielleicht wollte Edison deswegen bis zu seinem Tode Gleichstrom verkaufen?). Es betrifft auch nicht alle Lampen gleichermaßen. Z.B. sind Glühlampen so träge, dass ihr Wechsellicht nur bei sehr schnellen Fotoaufnahmen merklich wird. Das menschliche Auge merkt nichts. Bei Entladungslampen übrigens merkten bei den Olympischen Spielen von München, dass manche Aufnahmen trotz 4.000 lx schlicht schwarz waren (hier). Die am stärksten betroffenen Leuchtmittel sind LED, weil sie die geringste Trägheit besitzen. Sie sind nämlich ultraschnelle Schalter, mit denen man Lichtleiter mit Nachrichten füllt. Sie arbeiten praktisch trägheitslos.

Beschwerden über Flimmern bei Leuchtstofflampen waren häufig. Die Industrie trat diesen entgegen mit der Feststellung, dass das Licht mit 100 Hz moduliert wäre und dass das menschliche Auge diese Frequenz nicht auflösen könne. Dass dies eine dumme Ausrede war, konnte man auf zweierlei Art entlarven. 1) die Lichttechnik bot Mittel dagegen (3-Phasenschaltung, Duoschaltung) und 2) jeder Schüler erfährt im Physikunterricht, dass Glimmlampen, die bei unbewegtem Auge still stehen, bei bewegtem Kopf eine schöne Sinuskurve abbilden. Dass die Hälfte der Kopfschmerzen bei Büromenschen durch die Lichtmodulation der Leuchtstofflampen verursacht wurden, wies man bereits in den 1980ern nach (hier). Dass die alternativen "Mittel", die angeboten wurden, nicht funktionieren konnten, habe ich hier dargestellt. Man nahm sie also nicht ernst.

Die Haltung der Industrie änderte sich erst, als die teureren elektronischen Vorschaltgeräte ausgereift waren. Jetzt war das (ehemalige) Problem plötzlich "wahr". Bis dato musste jeder mit seinen Kopfschmerzen selber fertig werden. Heute haben wir ein fast identisches Problem: Die LED verursachen durch ihre Lichtmodulation diverse Probleme wie einst, aber noch eines mehr - Perlschnureffekt - (mehr dazu hier wunderbar dargestellt an einem Aquarium, und hier als Vorahnung der Gefahr für den Verkehr). Die Lösung ist schlicht und einfach - aber mit Kosten verbunden. Deswegen plädiert der Lobbyverband für die Zulassung von mehr Flimmern und droht mit Liebesentzug: viele Produkte müssten zurückgezogen werden (zu lesen hier). Die Gegenseite kontert so: "LightingEurope mit Bezug auf NEMA (also wirtschaftlich orientierte Industriekonsortien) begründet seine Stellungnahme gegen einen niedrigen SVM-Wert damit, dass ein Ausschleichen von ganzen Leuchtmittelproduktfamilien die Folge wäre, und dass der Endverbraucher ohne Beleuchtung dastünde. Dies ist, wie belegt wurde, nicht nachvollziehbar. Ein SVM von 1,6 ist so hoch, dass schädliches Stroboskoplicht zugelassen werden würde, und das ist keinesfalls akzeptabel und ganz sicher nicht Absicht der Ökodesignrichtlinie." Die gesamte Stellungnahme ist hier zu lesen.

Langsam zum Mitschreiben: Uns wurde eine wirklich miserable Technologie ("Energiesparlampe" alias Kompaktleuchtstofflampe aufgeschwatzt, von der nach wenigen Jahren keiner mehr spricht. Danach kam das leuchtende Zukunfstbild "LED" mit vielen Rissen. Einer davon ist Lichtmodulation alias flicker alias Kopfschmerzen. Auch die Gefährdung des öffentlichen Verkehrs wird diskutiert. Und nicht nur von enttäuschten Bürgern. Die Lösung ist einfach und kostet Geld. Warum zum Teufel müssen wir die ganze Welt mit Lampen behängen, die längst vergessene Probleme zum Alptraum machen können? Zwar nicht für alle, sondern für eine "Verhandlungsmasse", das sind die empfindlichen Menschen. Je nach "akzeptablen" Grenzen können das 10% oder 20 % sein.

Wer keine persönliche Begegnung mit Flimmern hatte, möge zu einer belebten Straße in einer deutschen Stadt gehen oder zu einem Bahnhof. Dort flimmern die Fahrradlichter, wenn einer langsam fährt oder schiebt. Gestern kamen mir bei Sonnenschein Dutzende Fahrräder einer Öko-Gruppe an einem Berg entgegen. Die Lahmen flimmerten, die Schnellen machten eine Weiterfahrt unmöglich. Sie blenden schlimmer als die viel beschimpften SUVs. Langsam wir mir klar, warum die "Fachleute" der EU, die die neue Richtlinie bearbeiten, nicht vom Fach sind, mindestens einer aus der Walachei.

Wann braucht man Info über gesundes Licht?

In eigener Sache: Heute wollte ich mal die Zugriffsstatistiken von healthylight.de über die Zeit sehen. Dann bietet sich so ein Bild. Im Juni/Juli is gesundes Licht wohl ziemlich schnuppe. Bei uns ruft kein Schw... mehr an (nicht von mir, sondern von Max Raabe). November, wenn angeblich die Selbstmordrate in Deutschland kulminiert, weil alle Trübsal blasen (SAD), sticht nicht besonders hervor. Jan/Febr sind die schlimmsten Monate. Übrigens, im nordesten Nordland, Finnmark in Norwegen, sagt das auch die offizielle Selbstmordstatistik.

Vorsicht: Das ist keine wissenschaftliche Studie, sondern vielleicht nur das Bild der Abrufe unserer Leserschaft.

Lebenslicht für Mensch und Tier

 

Die übriggebliebenen Insekten von Deutschland können sich freuen: Die TU Berlin entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) Leuchten, die möglichst wenige Insekten anlocken. Das Ziel wäre auch ohne neue Leuchten erreicht, wenn man noch ein paar Jahre gewartet hätte, bis der letzte Falter seine Flügel abgibt.

Das Projekt wird im heutigen Tagesspiegel beschrieben. Zur Erinnerung hier eine Faximile des Beitrags. Das Original gibt es beim Tagesspiegel Verlag. Den Inhalt habe ich von üblichen Verfälschungen durch die PDF-Erzeugung bereinigt, so dass man auf der Seite vom Tagesspiegel suchen kann, indem man eine Wortfolge eingibt.

 

Schuld ist die Energiesparlampe

Eines der größten Geheimnisse der Weltgeschichte wurde soeben gelüftet: Donald Trumps orangene Gesichstfarbe kommt nicht von der Sonnenbank. Er isst auch nicht zu viele Möhren. Die bösen Birnen sind es, meinte er, die wir benutzen müssen. Deswegen hat er gleich die Restriktionen für den Verkauf von Glühlampen gelockert. Die würden doch noch immer funktionieren und wären billiger gewesen. Vermutlich hatte er alle Trump-Towers der Welt mit LED bestücken müssen. So wusste er, wie teuer die Sache kommt.

Die Meldung kam über drei Dutzend Nachrichtenkanäle und wurde erst durch den Drohnenangriff auf die größte Rafinerie der Welt getoppt. Trump wollte exemplarisch zeigen, was der Klimawahn so alles bewirkt. Danach flog er ab nach Frankreich, um Präsident Macron die Leviten zu lesen. Der kritisierte einst Trumps Abschied vom Klimaabkommen.

 

Somit ist eindeutig der Nachweis erbracht, dass Energiesparlampen Teufelswerk sind. Das wusste schon der Marketingleiter Wacker von Osram, als er die Lampe 1985 einführte. Er würde sie nicht ins Wohnzimmer hängen. "Denn vor allem Speisen, besonders Fleisch, sehen fahl aus, findet er" In der Garage und im Keller schon. Aber: Da würden sie aber keine Energie sparen. Immerhin, ihr Quecksilber bliebe auch drin. Wacker ist nicht mehr bei Osram, und Osram nicht mehr zu Hause. Es wandert demnächst ins Ösiland, wo schon mehr als eine deutsche Lichttechnik Firma um Asyl gebeten hatte und erhört wurde.

Warten wir ab, ob die gesamte NATO oder nur die amerikanischen Streitkräfte ausschwärmen, um den Lampen das Licht auszupusten. Die Razzia gegen Bin Laden ist Dreck dagegen. Lampen, deren Wirkung schlimmer ausfällt als 12 Big Macs am Tag, müssen ausgemerzt werden.

*Anm.: Informationen über die Hautfarbe von First Lady Melania bzw. deren Ursachen sind leider nicht bekannt geworden. Die hütet der Staat wie einst das Geheimnis über das Manhattan Projekt.