IGNIS gewinnt den Preis Beyondbauhaus

Nur wenige Jahre Bauhaus - ein kurzer Augenblick in der Geschichte der Architektur - reichten aus, um das Bauen weltweit zu verändern. Das traurige Ende war so traurig nicht, weil das Bauhaus in viele Länder umzog, auch in die USA. Bauhaus soll im 100. Jahr nach der Gründung die Zukunft gestalten. An dem Wettbewern Prototyping the Future nahmen 1500 Bewerber aus 50 Ländern teil (hier). Die Ausstellung läuft in CLB Berlin, Moritzplatz.

Einer der Gewinner ist Tobias Grübenbacher von der UdK Berlin (website hier). Die Idee ist, den Prozess der Stromerzeugung und des Transports bis zum Leuchtmittel abzukürzen. So wird heute eventuell eine Lampe in Posemuckel mit Strom aus Vilabajo oder Villariva, Spanien, zum Glühen gebracht. Vorher muss man aber Öl aus Transjordanien oder Transilvanien nach Villabajo bringen, um dort Wasser warm zu machen. Dessen Dämpfe pusten dann eine Turbine an, hergestellt in Buckley, USA, die einen Generator aus Niigata, Japan, antreibt. Der Strom findet seinen Weg über viele Industriepräirien von Villabajo nach Posemuckel. Dort legt Erikas Mustermann einen Schalter um und bringt eine LED aus Shanghai zum Glühen, Pardon, zum Leuchten. Die kann aber nur so lange leuchten, wie sie am Netz hängt. Wo kein Netz ist? Bleibt die Lampe so nützlich wie eine Schneeschippe im Sommer.

Nicht so mit IGNIS. Man kann sich paar Holzscheite im Stadtpark sammeln und ein Feuerchen machen. Neben Kartollfeln und Steckerlfisch macht das Feuer auch Licht. Zwar nicht so wie anno Tobak ganz direkt aus den Flammen, sondern über Peltier-Elemente. Wenn man sich die Energiebilanz beim Betrieb anschaut, wird in einem so beleuchteten Raum kein Milliwatt Energie vergeudet, weil sich das Licht der Lampe vollständig in Wärme umwandelt.

Natürlich ist die Anwendung nicht für Posemuckel gedacht. Woran Trübacher gedacht hat, verrät das Video.

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