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LED Lampe brummt, summt, pfeift oder fiept?

Und? Was kann ich dafür? Viel. Da es LEDs gibt, die weder brummen noch fiepen, muss es eine Möglichkeit geben, das Konzert abzustellen. Welche? Die erfährt man hier. Ein Klick auf das Bild führt zur Erleuchtung.

Flimmern Flackern Flickern : Was tun

 

Heute habe ich eine Quelle entdeckt, die sich mit dem LED-Flimmern beschäftigt. Das ist nicht etwa das, was ich schon mehrfacht berichtet hatte (z.B. hier). Es geht um mehr praktische Dinge, um die Sünden des Betreibers. Während sich die gute alte Glühlampe bei Missbrauch leise verabschiedete, nimmt die LED schlechte Betriebsbedingungen richtig übel. Über den schnellen Tod der Lampen mit 50.000 h Lebensdauer hatte ich bereits mehrfach berichtet (hier). Die Info heute betrifft andere Probleme. Liefert aber auch die Lösungen mit. Hier das Inhaltsverzeichnis. Den Rest gibt es bei einem Klick darauf.

IGNIS gewinnt den Preis Beyondbauhaus

Nur wenige Jahre Bauhaus - ein kurzer Augenblick in der Geschichte der Architektur - reichten aus, um das Bauen weltweit zu verändern. Das traurige Ende war so traurig nicht, weil das Bauhaus in viele Länder umzog, auch in die USA. Bauhaus soll im 100. Jahr nach der Gründung die Zukunft gestalten. An dem Wettbewern Prototyping the Future nahmen 1500 Bewerber aus 50 Ländern teil (hier). Die Ausstellung läuft in CLB Berlin, Moritzplatz.

Einer der Gewinner ist Tobias Grübenbacher von der UdK Berlin (website hier). Die Idee ist, den Prozess der Stromerzeugung und des Transports bis zum Leuchtmittel abzukürzen. So wird heute eventuell eine Lampe in Posemuckel mit Strom aus Vilabajo oder Villariva, Spanien, zum Glühen gebracht. Vorher muss man aber Öl aus Transjordanien oder Transilvanien nach Villabajo bringen, um dort Wasser warm zu machen. Dessen Dämpfe pusten dann eine Turbine an, hergestellt in Buckley, USA, die einen Generator aus Niigata, Japan, antreibt. Der Strom findet seinen Weg über viele Industriepräirien von Villabajo nach Posemuckel. Dort legt Erikas Mustermann einen Schalter um und bringt eine LED aus Shanghai zum Glühen, Pardon, zum Leuchten. Die kann aber nur so lange leuchten, wie sie am Netz hängt. Wo kein Netz ist? Bleibt die Lampe so nützlich wie eine Schneeschippe im Sommer.

Nicht so mit IGNIS. Man kann sich paar Holzscheite im Stadtpark sammeln und ein Feuerchen machen. Neben Kartollfeln und Steckerlfisch macht das Feuer auch Licht. Zwar nicht so wie anno Tobak ganz direkt aus den Flammen, sondern über Peltier-Elemente. Wenn man sich die Energiebilanz beim Betrieb anschaut, wird in einem so beleuchteten Raum kein Milliwatt Energie vergeudet, weil sich das Licht der Lampe vollständig in Wärme umwandelt.

Natürlich ist die Anwendung nicht für Posemuckel gedacht. Woran Trübacher gedacht hat, verrät das Video.

Wie man Energie verballert und die Welt in neuem Licht erscheinen lässt …

 

Die Neuauflage der Idee tout Paris von einem einzigen Mast aus zu beleuchten, brachte mich dazu, andere intelligente Wege zu suchen, wie man Energie los wird, und dabei allen zeigt, wie intelligent man ist. Hier nur einige Beispiele. (Damit ist meine Sammlung an verschandelten Hauptstädten noch nicht zu Ende, z.B. London, Ankara, Rom, Belfast, Berlin. Istanbul steht nicht darauf, weil die Stadt keine Hauptstadt mehr ist nach 1600 Jahren. Aber an scheußlichen Lichtspielen hat sie so viel zu bieten, dass ich einen Extra-Blog geschrieben habe (Meine zerstörte Heimat).

Hier wird die Natur in neues Licht gehüllt.

Und das hier ist der Gipfel: Vor 45 Jahren wurde der Bevölkerung von Istanbul eine Brücke über den Bosporus versprochen, die sich an die Natur schmiegt und alles so läßt wie seit 1000 und mehr Jahren.

Wenn die Scheinwerfer die Kamera nicht geblendet hätten, würden man sehen, wie die Halteseile der Brücke in Rot schwelgen. Wenn Gott einem ein Leuchtmittel  gibt, muss man ihn fragen, wo bitte der Verstand bleibt.

Farbqualität von LED-Beleuchtungssystemen

 

Farbe ist, was die meisten Menschen nicht verstehen. Qualität ist, was praktisch alle verstehen, aber die meisten falsch. Warum - erkläre ich weiter unten. Aber zur Meldung: Die LiTG veröffentlichte im März 2019 eine Broschüre mit dem obigen Titel, geschrieben von Tran Quoc Khanh, Peter Bodrogi, Trinh Quang Vinhn (ISBN 978-3-927787-62-9, 1. Auflage März 2019) von der TU Darmstadt. Die Autoren beschäftigen sich schon länger mit Farbe und Farbqualität und hatten bereits früher eine LiTG-Broschüre zum Thema Farbqualität allgemein geschrieben (Farbqualität: Definition und Anwendungen).

Für beide Broschüren gibt es eine Zusammenfassung, die kostenlos von der LiTG- Website heruntergeladen werden kann (hier und da). Wie immer bei komplexeren Abhandlungen kein Kommentar hier. Man muss die Broschüren selbst lesen. Auch wenn es schwer fällt. Denn, wie gesagt, Farbe ist, was Menschen kaum verstehen, obwohl fast alle Farbe sehen. Die männliche Hälfte korrekt leider zu ca. 92 %. Bei Frauen handelt es sich eher um ein Einzeldefekt, wenn ihr Farbsehsinn nicht korrekt funktioniert. Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass sie Farben auch anders sehen (hier).

Was ist denn Farbe, wenn sie von Frauen anders gesehen wird als von Männern. Ich kann doch Farben kaufen? Ja, man kann sie kaufen. Das ist aber nicht das, was man unter Farbe in der Farbenlehre versteht. Die Farbe, die man kauft, z.B. RAL 7000 für Rumpf und Aufbauten und RAL 7012 für Decks der Bundesmarine, und alles in seidenmatt, hat die Farbe, die man sieht, unter bestimmten Beleuchtungsbedingungen. Sonst nicht. Ein normaler Mensch wird diese beiden Farben nicht einmal so ansehen, weil sie eher benutzt werden, um nicht gesehen zu werden. Beides sind Tarnfarben! Und heißen Grau (RAL 7000 Fehgrau, RAL 7012 Basaltgrau). Die sind so gemacht, dass der Feind von unten oder oben möglichst wenig Schiff sieht.

Farben entstehen im Gehirn des Betrachters und dummerweise stets unter Zuhilfenahme der Umgebung. Wenn ein Flieger ein Schiff der Bundesmarine auf dem roten Teppich sieht, sieht es schlecht aus mit der Tarnfarbe. Wie sieht aber dennoch ein Mensch sein eigenes Auto immer in der gleichen Farbe, auch in der Nacht, wo bekanntlich alle Katzen grau sind? Das nennt sich Konstanz. Das Auge als Kamera sieht zwar fast grau, das Gehirn des stolzen Besitzers erinnert sich aber, was er gekauft hatte.

Als wenn das nicht schlimm genug wäre, gibt es auch noch das Problem mit der Helligkeit. Die ist - anders als häufig Glauben gemacht - keine physikalische Erscheinung, sie existiert vielmehr auch im Gehirn und wird ebenso von der Umgebung mitbestimmt.

Wenn man sich ein Bild von einem Objekt machen will, genügen Farbe und Helligkeit nicht. Als visuelle Größe kommt noch der Glanz dazu (s. oben: seidenmatt). Wenn sich einer gar ein Bild von einem Auto machen will, mischt auch die Form mit. Kurz zum Mitschreiben: Will ich einen Gegenstand richtig erkennen, wird mein Seheindruck von vier Eigenschaften bestimmt. Leider, leider, ist damit mein Seheindruck noch nicht komplett vorbestimmt, es kommt noch die Kultur und meine Erinnerung dazu.

Entsprechend komplex - für viele Leute eher kompliziert - hören allein die Begriffe für Größen an, mit denen man die Farbbeschaffenheit beschreibt oder beschreiben will.

Noch ein Wort zur Qualität, einfach und missverständlich für alle! Sie ist eine der wichtigsten Grundbegriffe für unser Dasein und existiert als philosophischer Begriff schon mindestens 2500 Jahre. Schon bei ihrer Geburt stand die Missverständlichkeit Pate: es gibt zwei Qualitäten. Im allgemeinen Sprachgebrauch heißt Qualität eine "hohe" Qualität, besondere Güte oder hochwertige Beschaffenheit. Kauft man sich einen tollen Sportwagen, erwartet man für sein Geld sowas. Man wird allerdings kurz nach Abholen des Nobelhobels beim Händler feststellen, dass man keinen Bierkasten hinein bekommt. Man kann mit dem Ding auch bei Frauen mächtig Eindruck schinden. Hat man aber damit Erfolg und noch etwas mehr, passt der Kinderwagen genausowenig in die Nobelkarosse wie der Bierkasten. Wo bleibt die Qualität?

Das ist die zweite - und genormte - Bedeutung von Qualität. Qualität ist Eignung für den vorgesehenen Zweck. Oder anders gesagt: Ohne Zweck gibt es keine Qualität. In der Lichttechnik ist dies übrigens nicht neu, sondern Norm seit 1935. Damals wurde in DIN 5035 das Ziel der Beleuchtung festgelegt und sog. "Gütekriterien" wie "D. Ruhe der Beleuchtung" (nach 85 jahren wieder interessant, LED flimmern jetzt ungefragt) definiert. Der Planer sollte diese dem Ziel des beleuchteten Raums entsprechend auslegen. Ein entsprechender Passus fand sich in allen Ausgaben von DIN 5035 bis zuletzt DIN 5035-1, die bis September 2002 galt.

Was jetzt veröffentlicht wurde, ist recht heißes Eisen. Die Ingredenzien der Disziplinen, die man verstehen muss, um das Ganze zu verstehen, waren und sind allein auf dem Gebiet des Sehens, über Sachgebiete verteilt, die von verschiedenen Fachleuten wahrgenommen werden. Die Qualitätslehre kommt dazu. Von der Designlehre ganz zu schweigen.